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04. März 2007 – Von Feuerstadt nach Schrel Kain und weiter…

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Montag März 5, 2007

Die Bedrohung für Feuerstadt war abgewendet worden, doch nicht nur Rizzens jüngerer Bruder Myrmidion und Brendik, Fürst von Feuerstadt äußerten die Vermutung, daß Rizzen sicher nicht ruhen würde, bei der Jagd auf Celissa. Sein Hass konzentriert sich nicht unbedingt nur auf Celissa selbst, sondern vielmehr auf ihr Leben und ihr Wirken. Die Vermutung, daß er eher alles um sie herum zerstören wollen würde, als sie selbst anzugreifen und zu vernichten lag also nah. Mit schnellem Ritt verließ man Feuerstadt und ließ die noch schwache Eola, Myrmidion, welcher Amelie nachstellen wollte und Brendik wieder einmal zurück. Ebenso schnellen Rittes erreichte man nach ca. einer Woche die Hauptstadt des Erzherzogtums von Dorwinion, jenem Land, wo der Wein wächst und so unvergleichlich schmeckt. Malerisch lagen die Weingüter und die schöne Stadt Schrel Kain da, aber war wirklich alles so ruhig und friedlich wie es den Anschein hatte?
Glücklicherweise war in Tharions und Celissas Heimat alles beim alten geblieben und währen Celissa zusammen mit Atar nach mir, ihrem Ehemann auf dem Weingut sah, eilte Tharion mit dem Elben Escalon zu seinen Eltern, den Fürsten von Schrel Kain. Rizzen war nicht aufgetaucht und der Frieden, der arg erkämpft wurde, war nicht gefährdet worden.

Doch plagten Celissa und Tharions Vater andere Sorgen, denn immer wieder und eigentlich auch schon seit vielen Jahren waren es seltsame Händler, welche in der Stadt ihre Waren einkauften und offenbar an einem Ort im Nordwesten noch viel teurer verkauften. Diese Händler waren ein harter und durchtriebener Menschenschlag und nur wenige begaben sich auf die nordwestlichen Handelsrouten und kehrten auch tatsächlich zurück. Was hinter diesem Treiben wohl stecken mag, war die Frage, welche der Fürst direkt an seine Freunde weiter gab und ohne Umschweife um Hilfe bat. Doch wie sollte eine Sache gelingen die den besten Kundschaftern nicht gelungen war. Wie sollte man diese Händler überwachen, ohne dabei selbst gesehen zu werden. Es gab nur eine Lösung und diese war für alle nicht gerade leicht zu akzeptieren und umzusetzen.

Als Spion und in dieser Funktion als getarnter Weinhändler sollte man sich der Gemeinschaft andienen und wie auch immer die Reise mitmachen, ganz gleich wo die Straße die Händler wohl hintragen werden würde. Natürlich war es Name und Aussehen, welches sofort veraten würde wer man war, also entschloss man sich zur Tarnung. Celissa nannte sich Hilee und verwandelte sich von der Prinzessin zur dienstbaren und stillen Magd. Tharion wurde vom Istari zum Weinhändler und verwegenem Pfeffersack. Atar rasierte sich eine Glatze, entledigte sich aller Symbole und vernachläsigte die Tage der Vorbereitung die Hygiene. Doch ausgerechnet Escalon, der edle Elb und hoher Botschafter Elronds war es, welcher sich am meisten veränderte. Ein Elb wäre sicherlich aufgefallen bei so einer wilden Horde und so hüllte er sich in Lumpen und Bandagen, rieb sich mit den Hinterlassenschafften von Hund und Pferd ein und gibt sich als aussätziger Sklave. Wahrlich es musste ihm nicht leicht gefallen sein. Atar nannte sich nun Erck und Escalon wechselte seinen namen in Sirk.

Die Händler erwiesen sich aber als nichts ganz so einfach zu überzeugen wie man vielleicht vermutet hatte und so prallte man bei einem Gewürzhändler aus dem Osten, seine name ist Cal-Shi khen, auf eine Wand aus Arroganz und gespielter Höflichkeit. Braak, ein nordischer Riese und Beoninger handelt mit Eisenwaren. Ihm begegnete man fragend und wäre man nicht aus dem Weg gegangen hätte es sicher blaue Flecken gegeben. Lari hingegen, eine Tuchehändlerin, blieb bisweilen eiskalt und ausweichend. Nur den jungen und verschlagenen Agax, einen Gemischtwarenhändler konnte man mit einem Beutel Goldes überzeugen. Er gab Treffpunkt und Abreisezeit preis.

Schon am nächsten Morgen waren unsere Helden bestens getarnt auf dem Weg zum Treffpunkt. Dort angekommen zahlten sie den vereinbarten Preis und erhielten… Nichts! Braak drohte ihnen da hin zu gehen, wo sie her gekommen waren. Enttarnt hatte man sie zwar nicht, aber alles in allem war es zu leicht gewesen und Agax hatte sie betrogen. Nun war es aber an der Zeit zu beweisen das mehr in Ihnen steckte als nur ein paar abenteurlustige Weinhändler. Mit machtvollen, magischen Kontrollkräften zwang Tharion, alias Erestor, wie er sich nun nannte den jungen Agax unter seinen Bann und eroberte sich so das Gold zurück. Natürlich wollte Braak eingreifen doch die harten Fäuste von Atar, die schon so manchen Mann wie einen Baum gefällt hatten, brachen ihm den Unterkiefer. Die Händler hatten genug gesehen und unsere Helden waren akzeptiert.

Im fahlen Dämmerlicht eines aufziehenden, kalten Frühlingstages ging es also auf die westlich von Schrel Kain liegenden Ebenen in Richtung Westen. Wohin aber nun die Reise wirklich gehen sollte war noch immer nicht klar. Vorsichtig erfagte man sich die wenigen Informationen welche die Anderen zu geben bereit waren und in einer Gemeinschaft wo sich niemand auch nur einen pfifferling um die Bedürfnisse der Anderen gekümmert hätte, herrschte sonst Schweigen vor. Celissa alias Hilee lenkte den Wagen, Erestor, also Tharion, sass neben ihr. Aufmerksam wanderte Erck alias Atar nebenher und hinterdrein trottete der Stille und dennoch sehr aufmerksame Elb, der sich nur Sirk nannte. Nur diese Tarnung verhalf zu einigen Kontakten und Informationen. Während sich Atar noch fast bei einem von Braaks Männern fast verplappert hätte, genoss Tharion ein Stelldichein bei der hübschen Marlina, einer Schmuck- und Geschmeidehändlerin, die sich auch selbst verkaufte, wenn der Preis stimmte. Celissa erfragte sich vor allem die Route des Treks bei der sonst so herrischen Lari. Tatsächlich sollte es durch den Düsterwald gehen, dann über den Anduín und hinein ins Nebelgebirge, nach Orkstadt und enden sollte die Reise in Angmar, also im Reich des Hexenkönigs und dem Obersten der Neun.

Diesem Ziel entgegen schoben sich langsam alle Wagen und es gab Zwischenfälle, aber die Gefahr ging nicht von fremden Menschen, Gesetzlosen oder wilden Tieren aus. Es waren eher die Händler unter sich, die immer wieder Unfrieden herauf beschworen. Noch nicht mal die Waldgrenze kam es zur ersten, großen Schlägerei, in welche auch die Helden hinein gezogen wurden. Erst nach vielen schmerzhaften Treffern im Gesicht musste Atar die Segel streichen. Erstaunlich lange hielt sich Celissa so ohne die Erfahrung einer echten Rauferei. Tharion ging auch zu Boden und lediglich Escalon blieb noch Sieger, was aber auch seinen elbischen Kampftechniken zu verdanken war. Klarer Sieger waren die Männer vom Gewürzhändler Khen, denn sie beherrschten alle Kampfsport und ihre Hände waren wie Streitkolben.

Dieser Umstand war es auch der am nächsten Morgen allen ein böses Erwachen beschehrte. Eine Blutung im Kopf hatte offensichtlich den guten Tharion im Schlaf auf die Seite des Todes gezerrt, doch abseits von den Anderen waren es die machtvollen Kräuterextrakte der Tyr-fira-Pflanze, welche den Todesschlaf beendeten und den Istari zurück holten. Sein Schlaf war nicht dunkel gewesen, aber auch nicht erholsam. Er vermochte sich genau vorzustellen was vorgegangen war während er schlief, doch war es allem eine Warnung in Zukunft nicht so sorglos mit dem eigenen Leben umzugehen.

Umringt von einer wilden und ungezügelten Horde, bedroht von vielen Feinden und auf dem Marsch ins Feindesland war es Atar der den Satz „Tarnung ist alles!“ prägte. Wie es wohl im Düsterwald voran gehen mag und ob die Tarnung gehalten werden kann ist aber schon wieder eine weitere Geschichte und ein weiterer Reisebericht und so verbleibe ich

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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