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20. März 2007 – Tarnung ist alles

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Dienstag März 20, 2007

Die Waldgrenze war schon überschritten und die ohne hin feindliche und unwirsche Stimmung verstärkte sich noch einmal durch die lähmende Angst und das Gefühl irgendwie ständig beobachtet zu sein. Düsterwald hatte für Reisende noch nie etwas Gutes bedeutet und wenn es auch Elben in den Wäldern gab, so war es doch eher ein bedrohlicher Schatten, der über allem zu liegen schien.

Während Tharion noch mit den Auswirkungen seiner Blutung im Kopf zu kämpfen hatte und eigentlich stumm auf dem Kutschbock vor sich hin grummelte, besannen sich vor allem die anderen Drei auf die Ausübung der Tarnung. Während Escalon hinterdrein schlurfte und mit verstohlen Blicken alles zu erhaschen versuchte, war Celissa immer um Fuhrwerk, Ochsen und Ladung bemüht. Nicht selten sah sie sich den harschen Anweisungen Tharions ausgesetzt. Atar hingegen spielte seine Rolle um noch eine Längen besser. Er trank, wirkte plump und dummerhaftig in seiner ganzen Art und selbst als die Händlerin Lari ihn begann gezielt auszufragen reagierte er, wie man es von einem dummen Bauerntrampel hätte erwarten können. Tarnung ist alles pflegte er stets vor sich hin zu murmeln und tatsächlich waren auch seine anfänglich verräterischen Äusserungen bald schon vergessen.

Mit vielem hätten die Freunde und Weggefährten gerechnet, aber das ausgerechnet die Waldelben aus Thranduils Grotten im Norden den Trek anhielten, daß war nicht was sie geplant oder auch nur vermutet gehabt hätten. Die Elben forderten die Herausgabe der Waren und Fuhrwerke und sie befahlen allen umzukehren. Während die Helden noch ihre Häupter neigten um nicht erkannt zu werden, war es Trekführer Braak der dem Anführer der Elben vom Pferde aus ins Gesicht trat. Prompt war die Schlacht im Gange und während die erste Pfeile surrten durch die Luft.

Aber wie sollte es nun vonstatten gehen keinen der elbischen Freunde zu verletzen und dennoch zu kämpfen? Escalon übte sich im fleissigen Ausweichen und schlug Finte um Finte. Tharions Magie war erfolgreich, denn ohne eine Verletzung zu erhalten oder zu geben, schützte der noch junge Istari sich und verjagte die ihn angreifenden Elben. Atar hingegen war glückloser mit seinen Tricks und so hatte der Elb schon fast gewonnen und ihn nieder gestreckt, als Atar sich auf das besann, was er schon immer gut gekonnt hatte. Er raufte den Elben zu Boden und schlug ihn windelweich. Hätte er sich doch etwas zurück gehalten, doch so brach der dem Elben das Knie und verpasste ihm so eine bleibende Erinnerung an den Hetmann des Raglam-Clans. Celissa hatte wahrlich Pech den der angreifende Waldelbe war schnell und geschickt. Mit einem wuchtigen Schildhieb brach er ihr das Rückgrat und im Taumel von Schmerz und Verzweiflung brannte der Hass in ihr auf. Kalte Flammen züngelten aus ihren Augen und ein Elb nach dem Anderen verging in den schwarzen Flammen. Zügellos und ohne Skrupel war der Kampf und es war, als hätte sie einen saftigen Köder in einem fischreichen Teich ausgeworfen, denn als hätte er es gerochen, war Rizzen plötzlich da. Er riss ihren Kopf in den Nacken und sprach leise mit ihr. Danach noch einige markige Worte an Tharion, eine heilende Hand auf Celissas Verletzung und was immer er damit bezweckt gehabt hatte, er verschwand wieder.

Ebenso wie die Elben sich zurück zogen, denn mitlerweile hatte Escalon einen der Elben verständlich machen können wer sie waren und was vor sich geht. Die Elben verschwanden, trotz Verluste im Wald und ohne viel Zeit aufzuwenden nahmen auch die Wagen wieder ihre Fahrt auf.

Die Fahrt ging westlich weiter aus dem Wald hinaus und danch ein Schwenk nach Nordosten, über den noch jungen Anduín und dann hinein ins Nebelgebirge in Richtung des hohen Passes, nach Orkstadt. Orkstadt war eine Ansammlung von Höhlen, Felsspalten, Gassen, Straßen und Plätzen. Das Leben brummte und kurz nachdem die Helden und somit auch die gesamte Händlerschar eingetroffen waren, begann eine unsägliche Bettelei. Man behalf sich mit groben Mitteln, doch was Gewürzhändler Khen tat, schockte nicht nur die anwesenden Orks, die vor allem aus Frauen und Kindern bestanden. Seine Klinge zuckte und eine Frau hauchte noch an Ort und Stelle ihr Leben aus. Eine Orkfrau zwar, doch war so viel Gewalt nötig. Auch Tharion missbilligte deutlich, was Khen getan hatte.

Zwei bis drei Tage wollte man bleiben und während Atar und Tharion den billigen Fusel verscherbelten, waren Escalon und Celissa auf der Suche nach Informationen. Zunächst erfolglos. Müde von der reise und angestrengt durch die Erlenisse wollte ihre Suche nicht gelingen und nur dem Schicksal ist es zuzuschreiben, daß sie tatsächlich wichtige Gebietsinformationen erhaschen konnten, die vor allem für den Widerstand gegen Angmar von allerhöchster Wichtigkeit sein werden. Aber noch bevor sie die Informationen endgültig sicher konnten, war es ein Alarmsignal, was die ganze Stadt in Aufruhr versetzte. Zwei Riesen griffen die Stadt an und vernichteten Ork um Ork. Lediglich Braak und Khen, sowie ein paar von Khens Männern beteiligten sich ausser den Helden an dem Kampf. es galt die Waren zu schützen und nach wie vor, bloß nicht aufzufallen. Dieses Mal wirkte Tharions Magie vernichtend und auch seine Schwester Celissa schleuderte Strahl um Strahl gegen die gut neun Meter großen Kreaturen. Im Nahkampf wurde Escalon an eine Hauswand geschlagen und fiel ins Koma. Celissa wurde von Geröll und einem Fuhrwerk getroffen und ging nieder. Atar hatte sich an einen der Riesen gehängt, schleuderte hin und her und seine Axt grub sich stetig tiefer in das Fleisch des Riesen. Mit geballter Macht und unter großen Verlusten rang man die Riesen zu Boden und erschlug sie, doch werden sich die vielen Bewohner der Stadt von dem Schrecken erholen, wie haben sich die anderen Händler geschlagen und werden vor allem meine liebe Frau Celissa und ihre Gefährte Escalon wieder auf die Beine kommen nach so schweren Verletzungen?

Werden unsere Spione erfolgreich sein? Welche Informationen können sie gewinnen und wie viele Nachrichten gilt es zu überbringen? Die Beantwortung dieser Fragen und wie sich wohl die Weiterreise nach Angmar gestaltet ist aber schon wieder eine weitere Geschichte und ein weiterer Reisebericht und so verbleibe ich

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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