Mittelerdes Pfade und Wege… 

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09. April 2007 – Kälte, Düsterniss und einfach viel zu viele Orks…

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Dienstag April 10, 2007

Das Magie und ein guter Vorrat an Heilkräutern mehr als Gold wert ist, zeigt sich nun überdeutlich nach dem Kampf mit den Riesen. Von brutaler Gewalt an eine Felswand geschleudert und von einem geworfenen Fuhrwerk begraben waren es vor allem Celissa und Escalon, die kaum noch einen Finger hätten heben können, wären da nicht Atar , der kräftig mit anpackte, Tharion, der seine Heilkunst einsetzte und Brendik gewesen. Ja, auch Brendik war zurück gekehrt. Lange hatte er zu Pferde die Gruppe verfolgt um nun endlich wieder dem Bösen entgegen zu treten. Man nannte ihn nicht umsonst den König der Nordmänner, denn er trug Gersebroc – das machtvolle Schwert, was seinen Träger ausweist für alle Nordmänner zu sprechen und sie anzuführen. Auch seine Heilkünste retteten Escalon und Celissa vor der langen Dunkelheit und schlimmen Schmerzen. Nun waren sie also zu Fünft, aber wie sollten sie bloß den Nachzügler erklären?
Braak und Khen, zwei der anderen Händler waren natürlich misstrauisch geworden und leider waren auch Tharion und Brendik nicht wortgewandt genug um alle Zweifel auszuräumen. Erst als Brendiks Fäuste Tharions Gesicht ein neue Form und neue Farbe verpassten und ein handfester Streit um den Platz im Gefüge vom Zaun gebrochen war, war auch den anderen Händlern klar das der sich für Erestor ausgebende Tharion wohl versucht hatte seinen ehemaligen Chef auszuboten. Zumindest hatte die Taktik erfolgt und das Kommando über den kleinen Weinhändlertross ging also an Brendik.
Natürlich fand dieser sich in der neuen Rollen zum Leidwesen und bisweilen unterdrücktem Ärger gleich mehr als nur zurecht. Mit kurzen Pfiffen und unter Androhung der Ochensenpeitsche kommandierte er den stinkenden und verhüllten Burschen Sirk (Escalon), seine Wache Erck (Atar), den neuen und alten Buchhalter Erestor (Tharion) und die Magd Hilé (Celissa) deutlich herum, handelte mit den Orks von Orkstadt und schaffte sich seinen Platz im Gefüge.
Doch die Stadt war, wenn man nochmals zurück schaut, nach dem Angriff der beiden Riesen in Aufruhr und die zuvor ausgespähte Höhle war noch immer unbewacht. Atar war es, der sich an den eigentlich Auftrag, Informationen gegen Anbgmar zu sammeln, als erster erinnerte. Behände und gekonnt schlug er zwei Haken und verschwand ungesehen in der Höhle. Auch eine verschlossene Tür hielt ihn nicht auf und alsbald schon steckte er detailierte Karten von dem Gebiet in seine Innentaschen. Doch trotz all seiner Fähigkeiten und all der Vorsicht, war es der orkische Kartenhändler, welcher ausgerechnet mit Khen plötzlich ebenfalls in der Höhle stand. Khen selbst fackelte nicht lange, beschimpfte Atar als Dieb, kommandierte aus dem Fenster brüllend seine Mannen zum Angriff auf unsere Helden und griff darauf hin unvermindert an.
Zwei geschleuderten Wurfsternen von Khen und schnellen Paraden beider Kontrahenten folgten kleinere Verletzungen. Schlussendlich war es aber die Klinge von Atars Anderthalbhänder welcher die Aterie des Ostlings einschnitt und ihn so dem Tod überantwortete. Auf der Strasse hatte inzwischen Celissa mit einer Blitzeisfläche den Angriff von Khens Leuten zum Erliegen gebracht. Brendiks Pfeile stoppten einen Gegner und Tharions Magie den Nächsten. Escalons Messerattacken kamen spät, aber ebenso verheerend für ie Ostlinge. Aber vor allem die Chaosklinge und das kalte Feuer Celissas waren vernichtend für die Angreifer, die nie wirklich zum Zuge kamen.
Khen und seine Männer waren also geschlagen und dies überdeckte auch den Ärger über Atars Alleingang. Zumindest hatte er etwas erreicht und Karten stehlen können. Doch da war doch noch der Ork, dem die Höhle und all die Karten gehörten. Dieser blieb erstaunlich freundlich, witterte er doch gute Geschäfte. Tatsächlich kaufte er Khens Warenbestand von den Helden, nahm die verbleibenden Ostlinge als Sklaven und sicherte sich auch das Fuhrwerk. Ob er den Diebstahl bemerkt hatte? Zumindest thematisierte er es nicht mehr und die Karten des Geländes und die geheimen Wege nach Angmar verblieben in Atars Besitz.
Danach wurde alles schnell für die Abreise fertig gemacht, denn die orkischen Bergführer waren eingetroffen und es ging nun weiter in nordwestliche Richtung – nach Angmar. Direkt ins Reich des Hexenkönigs, in die Wallstatt des Feindes und wer kannte dort ihre Namen nicht. Kannten die Feinde aber auch ihre Gesichter und würde dann ihre Tarnung reichen?
Zehn Tage ging es durch eisige Kälte und durch schwieriges, bisweilen extrem gefährliches Gelände bis plötzlich Geröllhänge schroff ins Reich Angmar abfielen. Die Luft ist feindselig und fast bleiern für jede gute Seele zu atmen. Aus Orkstadt hatte man noch Leinen und Wolle als Tribut transportiert und auch der Wein wird verkauft. Plötzlich ist die eigentliche Aufgabe erledigt, doch man steht inmitten von Feinden und muss eine Tarnung aufrecht erhalten, die eigentlich jeden nur noch eine schwere Last ist. Doch es kommt anders. Mit einem Mal sind orkische Gardisten vor Ort und erklären die Verhaftung. Kein Grund und kein weiterer Befehl wird gegeben und man will die Helden abführen. Doch jetzt wird blank gezogen, blanken Stahl und die Orks gehen nach und nach, schwer getroffen und sogar zum Teil tödlich verwundet nieder. Aber Angmar hat genug Gardisten für zehn aufsässige Heldengruppen und trotz allem Mut landen alle Helden in engen Gefängnisszellen. Doch nachdem sie enteignet, ihre Habe in eine Kammer gespeert und sie eingesperrt wurden, dauert es nicht lange bis plötzlich und wie von Geisterhand ihre Zellen sich öffnen. Ohne eine Spur zu hinterlassen, wurden die Helden von einer unsichtbaren Macht frei gelassen und auch ihre Ausrüstung ist für sie wieder erreichbar.
Gerade will man sich auf die Wachen stürzen, als ein hünenhafter Halbtroll die Helden abholen will. Scheinbar war die Verhaftung ein Irrtum gewesen und so fragt auch niemand mehr nach, warum die Helden ihre Habe bereits wieder haben. Man führt sie quer durch die Stadt, durch düstere Gassen und über blutgetränkte Plätze. Bis zur Zitadelle des Hexenkönigs geht es, bis in den Thronsaal und in ein angrenzendes Arbeitszimmer hinein. Dort stehen sie dem machtvolsten Diener Saurons gegenüber und seine finsetere Aura umfängt sie mit Angst und Panik. Mit hängenden Köpfen und leerem Geist nehmen sie einen Auftrag entgegen, einen Auftrag für Angmar und einen Dienst gilt es nun für den Feind und sogar im Namen des Feindes zu erledigen. Gerade noch freut man sich insgeheim darüber jetzt wenigstens einen Grund zu haben aus dem kargen Land zu verschwinden und das vielleicht sogar mit dem Segen des Hexenkönigs selbst. Niemand wird sie aufhalten, denkt man so bei sich. Doch es kommt, wie immer anders, als vorab gedacht.

Wie es weiter geht und welche unerwartete Wendung nun alles wieder verkompliziert ist aber schon wieder eine weitere Geschichte und ein weiterer Reisebericht und so verbleibe ich

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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