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15. April 2007 – Im Auftrag des Hexenkönigs?

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Montag April 16, 2007

Natürlich war dem Hexenkönig bewusst, daß selbst das treueste Händlerpack nicht alles dran setzen würde, dem ihm entflohenen Schergen ausfindig zu machen und dann auch noch zurück nach Angmar zu schleppen. Eine Belohnung hatte er gar nicht erst in Aussicht gestellt, sondern dumpf befohlen, was er erledigt wissen wollte. Ein Seelensammler soll unter den Händlern gewesen sein und eben dieser war nun entkommen und wollte seine eigene Rechnung aufmachen, anstatt die mit dem Herrn von Angmar zu begleichen. Zunächst erschien es, als würde die Helden wirklich Angamr alleine und unbehelligt verlassen können. Natürlich hätten sie den Auftrag, Auftrag sein lassen und auch wenn der Seelensammler gefährlich war, hätten sie ihn nicht unbedingt verfolgt. Viele Wochen Anstregung und Entbehrung lagen hinter ihnen und wer hätte es ihnen verdenken können. Doch der Hexenkönig hatte vergesorgt…

Anbei gab er den Helden 50 Orks unter dem Befehl von Borzuk, einem weiteren Ork, der sich sicherlich nur durch einen Zufall hatte zum Truppführer aufschwingen können, denn viel mehr hatte er den anderen Orks nicht vorraus. Kurz und knapp berichtete Borzuk von dem Verräter, daß er in Rhudaur sei und man nun gemeinsam Jagd machen würde. Bei den Menschen sei er wohl zu finden und mit genug Seelen, die es abzusammeln gab, hätte man ihn sicher locken können. Borzuk wollte also die kleinen und nicht immer wehrhaften Dörfer jenseits der Trollhöhen nieder brennen, nur um den Seelensammler anzulocken.

Zum Glück hatte Borzuk zugestimmt einen Kundschafter auszusenden und dieser war niemand anders als Brendik. Er informierte die Dörfer und evakuierte die Menschen in die Wälder und umliegenden, versteckten Höhlen, aber auch zum Wachturm des Tirthon. Eine befestigte Anlage und ein wehrhafter Turm, den die Helden selbst vor vielen Jahren mal mit verteidigten. Dort war Brendiks Ruf und sein Einfluß viel wert und man einigte sich auf einen Hinterhalt, gelegt von den Männern des Tirthon und unterstützt von den dann zuschlagenden Helden.

In der Zwischenzeit waren die anderen Gruppenmitglieder damit beschäftigt sinnlose Angriffe auf menschliche Behausungen seitens der Orks glaubhaft zu unterbinden. Atar war es, der sich ein Herz fasste und Borzuk mit einem einzigen Streich seiner Axt den Schädel spaltete. Nun hatte er das Kommando und verzögerte und disziplinierte die Orks, wo er nur konnte. Aufmerksame Beobachter werden sicherlich die Schadenfreude bemerkt haben, wenn er den Züchtigungen mit der Peitsche beiwohnte. 50 Orks waren eingeschüchtert und trotteten wie brave Hunde hinter dem Hetmann her. Dies ging gut bis zu jener Senke hinter dessen Rändern schon die Mannen des Tirthon bereits lagen.

Pfeile hagelten nieder und die Waffen der Helden prasselten mit unglaublicher Gewalt auf die Orks von Angmar nieder. Streich um Streich fällte Escalon seine Feinde, stets aber ohne die Vorsicht und Umsicht walten zu lassen. Hingegen fuhr die heilige Klinge Gersebroc von Brendiks Hand geführt roh durch die Reihen der Feinde. Sichtlich Vergügen bereite das Kämpfen dieses mal Tharion, der mit seiner Magie einem Ork um den nächsten verwirrte und mit seinem Stab verdrosch. Zerstörerisch wirkte Atars Axt, welche von starker Hand mal geführt und mal geworfen ward. Doch die meisten Orks schlachtete und vertrieb Dorwinions dunkle Prinzessin. Mit Worten und den Klingen aus Chaos brachte sie Ork um Ork den Tod und war später der Held des Kampfes.

Danach gab es ein freudiges Wiedersehen mit der Besatzung des Tirthons. Auch wenn es gute 15 Jahre her sein mochte, waren doch Oswy, Tonfall und Aldhelm immer noch an dem Ort tätig, den sie einst mit den Helden zusammen gegen Angmars Horden, einen alten Schrecken und einen dunklen Magier („Der dunkle Magier von Rhudaur“) verteidigten. Den ganzen Tag über ging es in froher Runde um die gute, alte Zeit. Wunden wurden gepflegt und schartige Klingen geschärft. Frohsinn aller Orten bis sich ein Nebel in der Senke über die Toten legte. Man sah hinunter und sah Agax. Doch nicht er war die Gefahr, auch wenn man es zunächst vermutete. Er verfolgte von beginn an schon den Seelensammler und versuchte ihr Werk zu behindern. Ihr Werk? Ja, richtig gelesen, denn es war die Menschenfrau Lari, welche sich nun aus dem Nebel schälte. War sie Händlerin nur ob des Scheins und der Gier nach den Seelen gewesen. Noch verhöhnte sie die Anwesenden, doch der Kampf war unausweichlich, denn unsere Helden zogen nicht zurück.

Noch einmal wandelte sie ihr Aussehen und nun war es eine riesige, weiße Made. Ein massiger Körper und mehrere hundert rasiermesserscharfer Zähne in einem runden Maul stürzten sich auf die Helden. Nach jedem schnappte und biss sie und Tharion war es, der als ertes in die Senke stürzte und reglos liegen blieb. Auch Escalon, Brendik und Atar nahmen schwere Wunden hin und sogar Celissa war dieses mal in Bedrängnis. Doch Mut, Kampfeswille und ein bisschen Glück trieben die Bestie zurück und schlußendlich war es ein schwerer Streich wiederum von Celissa, welches dem Biest endgültig die Seelensammlerei austrieb und es zu einem Wölkchen Dampf verschwinden ließ.

Nach vielen Wochen anstrengender Reise durch gefährliches Gebiet, alles unter einer schwer aufrecht zu erhaltenden Tarnung und ständiger Bedrohung von aussen wie auch von innen, haben sich unsere Helden jetzt wahrhaft Frieden, Sicherheit und eine Belohung verdient. Sie haben Angmar überwunden, Informationen gebracht und nun ist es der Elbenkönig Elrond, der sie an seinen Hof holte, um ihnen zu geben, was wahrlich mehr als verdient war. Nebst reichhaltiger Gelage und viel gutem Wein gab es aber auch Geschenke. Geschenke für all jene, die treu an der Seite der freien Völker stehen, die sich einreihen in einen Kampf gegen das Böse und die selbst ihr eigenes Wohl für Freiheit zurück stellen. Die eingangangs und in der Überschrift gestellte Frage – Im Auftrag des Hexenkönigs? – soll beantwortet werden. Die Antwort ist ja! Doch trotz Gehorsam der Befehlsmacht Angmars gegenüber ist der Preis, den es zu gewinnen galt, entschieden höher als ein paar Fass Wein die nun in Angmar die vor Wut getrockneten Kehlen benetzen. Der Hexenkönig war besiegt worden.

Wohin nun die Wege von Bruchtal führen werden ist schwer zu sagen, aber ich werde weiter schreiben, so das der geneigte Leser keinen Schritt verpasst der gegangen wird.

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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