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03. Juni 2007 – Ein Schicksalsschlag

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Montag Juni 4, 2007

Das Los der Zwergenflüchtlinge hatte die Helden um Hetmann Atar sicher nicht kalt gelassen und auf dem Weg zu Tor, gab es immer wieder ein Thema. Warum Krieg unter dem Berg und warum war es dem König nicht gelungen die Ordnung aufrecht zu erhalten? Fragen über Fragen, deren Antwort man vorläufig schuldig bleiben musste, war doch sowieso niemand da, der sie hätte beantworten können. Nach nur wenigen Tagen war der Ort erreicht, wo das Tor Morias zu finden sein sollte und auch wenn unsere Helden vieles wussten, so blieb das Tor zunächst verborgen. Nicht verborgen blieb ihnen allerdings die zwergische Miliz, die sich in der Gegend aufhielt. Zugehörig keiner Familie und schon gar nicht dem König treu, waren sie kaum mehr als kleinwüchsige Banditen die sich an den Flüchtlingen zu schaffen machten, diese ausnahmen und bisweilen sogar ermordeten. Auch den Helden traten sie nur mit der Absicht gegenüber die Barschaft zu entwenden, wenn nicht noch Schlimmeres. Also zogen unsere Helden blanken Stahl und sammelten geistige Kraft, denn ergeben wollte man sich nicht.

Die Zwerge waren wackere Gesellen und nicht wenige Verletzungen gab es auch bei Atar, Celissa, Tharion und Escalon zu beklagen. Dennoch bewährte sich Escalons neuer Bogen und seine Pfeile durchschlugen Panzerhemd und Knochen der kleinen Männer. Atars Axt fuhr durch die zwergischen Reihen als würde es an dieser Stelle schon gelten, all die Kriegsverbrechen zu rächen und auch Celissas Klinge und Tharions Magie wüteten grausam unter den Freischärlern, die sich offenbar zu weit aus ihrem Reich gewagt hatten. Schonung gab es keine und bis auf diejenigen, die sich hatten davon stehlen können, wurde auch dem letzten Zwerg die Kehlen durchgeschnitten.

Doch Morias Tor hatte sich geschlossen und es verschwand wieder im Felsen der Nebelberge. Escalon war jedoch bekannt, dass jenes große Tor im Dunkel der Nacht und im Glanze der Sterne seinen Ort Preis geben würde und er wusste auch mit welchem einfachen Wort man sich Zugang zum Reich der Zwerge verschaffen konnte. Zwar brauchte es Zeit bis sich Escalon auf das fast schon vergessene Wissen aus dem vorherigen Zeitalter hatte besinnen können, aber dann wurde schnell ein Plan gefasst und das Tor geöffnet. Knirschend drückten sich die gewaltigen Flügel beiseite, doch auch die Zwerge, welche zunächst geflohen waren, waren nun zurück und sie besonnen sich darauf, dieses Tor zu halten.

Während sechs von ihnen mit Kriegshämmern den Helden entgegen stürmten, waren es weitere sechs, die sich im Bereich des Tores verschanzten und mit Armbrüsten das Feuer auf die Helden eröffneten. Diese präzise geschossenen Bolzen waren es auch die zunächst Escalon und Celissa arg ins Hintertreffen geraten liessen. Doch bald schon wendete sich das Blatt, denn durch eine heftige Windboe aus Atars magischer Axt warf man einen Teil der Angreifer zurück. Escalons Pfeile trafen sicher ins Ziel, bevor auch er seine Waffen wechselte und trotz der Tasache, dass er zwei Gegner zu bekämpfen hatte, war seine Klinge sicher und schnell. Tharion schleuderte explodierende Kugeln einer fremartigen, magischen Macht auf die Schützen und nach einigen dieser Geschosse, war die Rückendeckung der Nahkämpfer dahin. Celissa befreite sich aus der Situation, schlachtete zwei Zwerge hin, zwang einen weiteren zur Aufgabe und auch Escalon beendete schnell seinen Kampf mit einem Toten und einem Zwerg der sich ergab.

Doch urplötzlich hallte die markerschütternde Stimme Atars durch das Tal, über den See und durch die Hallen Morias, welche das weit offen stehende Tor preis gegeben hatte. „Moria, ich grüße dich“ ward gerufen und alle Köpfe fuhren herum. Sah es doch zunächst gut aus für den massigen Kämpfer aus dem Sarngebirge, waren die zwei verbissen kämpfenden Zwerge, welche seine Gegner waren, nicht um Tricks und Treffsicherheit verlegen. Durch heftige Treffer und Schildstöße hatte Atar innere Verletzungen erlitten, die ihn bis zum Ende des Kampfes nicht behinderten, doch waren sie schwerwiegend. Auch eine Entwaffnung, ein Schulterbruch des Schildarms und der Sturz auf die Knie hatten den Hetmann nicht aufhalten können, doch verließ ihn, mit den letzten Dolchstößen in Richtung seiner Feinde, seine letzte Lebenskraft. Da erhallte sein kraftvoll hallender Ruf, sein Dolch fiel zu Boden und seine Beine sackten in einer drehenden Bewegung zusammen.

Mit dieser letzten Bewegung blieb der so stolze Hetmann auf dem Rücken liegen, die Augen noch offen und mit dem Kopf über der Schwelle Morias. Mit Blick zu den Sternen und mit dem Blick zu den mächtigen Toren erfüllte sich sein Traum Moria betreten zu haben und sein Herz erfüllte sich mit Frieden. Sein Leben war erfüllt gewesen und sein Leben endete im Kampf und mit der Erfüllung eines Wunsches, den er so lange gehabt hatte. Atar war gestorben. Der Hügelmensch und stolze Hetmann aus dem Sarngebirge nahe der Rauros-Fälle war tot und er wollte gehen. Niemand hätte seinen Übertritt jetzt noch verhindern können.

Escalon hielt klagend Atars Haupt in beiden Händen und Celissa wandte sich vor Wut und Trauer ab. Tharion richtete seinen eisernen Blick auf die Leiche seines Freundes und seine Trauer tobte tief in ihm, denn das Wissen über den Gang und das Ziel seines Freundes, ließ ihn die Fassung behalten. Atar war tot und keine Macht, keine Magie und keine heilsamen Pflanzen hätten das verhindern können. Er war nun seinen Weg gegangen.

Den Weg in die Heimat fand sein Körper durch das Zutun seiner Freunde und bei seinem Clan, in den Höhenlagen des Sarngebirges wurde nun Totenwache gehalten. Freunde, Wegbegleiter und Verbündeten stießen hinzu und über eine Woche wurde die Ehre nochmals zum Leben erweckt, die Atar zu Lebzeiten immer ausgestrahlt hatte. Nach einigen Tagen jedoch sollte es wieder in die Welt hinaus gehen. Xana, die Witwe Atars hatte viel Hilfe und Zuspruch erhalten und sein ältester Sohn hatte die Geschickte des Clans übernommen. Doch galt es nicht nur innerhalb des Clans einen Platz zu füllen, denn auch sein Platz im Gefüge der Heldengruppe war noch frei und hartnäckig auf der einen Seite und zugleich dümmlich-neugierig und unwissend machte sich der jüngste Sohn Atars, auf sich aufmerksam. Akar, so sein Name, wollte beenden, was der Vater begonnen hatte und wenn er es nicht beenden konnte, dann zumindest weiter führen. Hartnäckig war er, doch sein Herz war tapfer und er war mehr Abenteurer, als die anderen Anwesenden.

Man entschied sich den jungen Akar mitzunehmen und ihn in die Fußstapfen seines Vaters treten zu lassen. Man entschied sich, zumindest tat es Celissa für alle, für die geheimnisvollen Sümpfe der Entwasser. Dort trennte sich einst die Gruppe für lange Zeit und nun, da Atar nicht mehr lebt, soll hier nun ein neuer Anfang geschaffen werden. Hier soll Akars Feuertaufe sein. Unweit der Weg, dafür umso größer die Gefahren in dem Sümpfen. Aber das ist eine weitere Geschichte und wird geschrieben werden, doch nicht jetzt und hier, sondern erst bald…

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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