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17. Juli 2007 – Das Geheimnis des schwarzen Weihers

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Dienstag Juli 17, 2007

Ohne wirklich viele neue Erkenntnisse und mit einem Kampf in den Knochen wurde die Suche nach dem schwarzen Weiher zunächst abgebrochen. Es wäre auch sinnlos gewesen durch den weitläufigen Sumpf der Entwasser zu stolpern, ohne auch nur einen wirklich konkreten Hinweis. Man entschloss sich also nach Imdorad zurück zu kehren und sich erneut bei den Barden nach der Geschichte von dem „verbitterten Alten vom schwarzen Weiher“ zu erkundigen. Vielleicht war an der Geschichte doch mehr dran als an den üblichen Märchengeschichten und vielleicht gab es auch jemanden, der den schwarzen Weiher wirklich kannte.

Zunächst verabschiedete sich aber Escalon von der Gruppe, um in einer nahegelegenen Waldelbensiedlung zu forschen. Er bat sich zwei Tage aus und verschwand dann in südlicher Richtung, während der Fischer Garian, welcher die Gruppe in die Nähe von Ardalmar, einem Fischerdorf, mitgenommen hatte den Rest wieder stromaufwärts nach Imdorad begleitete. In Imdorad erwartete die Gruppe unerwartet Verstärkung, denn nach einigen Wochen hatte Brendik nicht nur die Spur seiner Gefährten aufgenommen, er hatte sie auch eingeholt und wartete nun an einem Tisch im Gasthof, den wenig später auch die Gruppe betrat. Man berichtete ihm kurz um was es ging und wie sich die vergangenen Wochen zugetragen hatten und nachdem sie mit dem Märchen „vom verbitterten Alten vom schwarzen Weiher“ nicht weiter kamen, waren es Celissa und Brendik, die sich entschlossen, bei den Barden noch einmal genauer nach zu fragen.

Narlig hieß der Barde und sowohl er, als auch seine Kumpanen von der Bardengilde „Zur schwarzen Tröte“ wussten über die Geschichte weit mehr, als so manch anderer Barde oder Skalde in Imdorad. Narlig berichtete von einem Fürsten, einem Gutsbesitzer, der einst die Musik verbot und Instrumente verbrennen ließ. Selbst pfeifen wurde mit Strafe geahndet und so entstand das Märchen. Doch an diesem Märchen war und ist noch mehr dran und so bot Narlig ihnen sogar eine stattliche Summe für die Beseitigung dieses Märchens. Scheinbar war der Untote vom anderen Ufer wirklich der Fürst von einst gewesen und auch der schwarze Weiher ist zu finden, wenn man weiß, wo er liegt. Narlig wusste dies und er war es auch der den Helden eine Detailkarte zeichnete.

Nun stand fest, dass man dem schwarzen Weiher erneut einen Besuch abstatten würde und dieses Mal würde man finden, was gesucht wurde. Erneut war es der Fischer Garian, der die Gruppe nach Ardalmar brachte und von dort marschierte man in den Sumpf. Einen vollen Tag dauerte der Marsch und zum Abend des folgenden Tages erreichte man nicht nur die geisterhaften Ufer des schwarzen Weihers, sondern man sah auch ein verwinkeltes, scheinbar sehr altes, aber intaktes Wasserschlößchen. Die Heimstadt des Untoten? Das schwarze Wasser des Weihers war ruhig und man näherte sich im Schutz von Nebel und Dunkelheit dem Torweg, der sich in einer Brücke über einen Graben spannte und auf diese Art und Weise das Schlößchen mit dem Festland verband.

Der Torweg war bewacht und es waren die Jagdhunde, die noch vor wenigen Tagen einen Barden und auch Akar angefallen hatten. Drei der großen, grau-blau gefärbten Jagdhunde standen fast regungslos auf der Brücke und starrten die Helden an. Während die Helden noch überlegten mit welchen magischen Mitteln und hinterlistigen Tricks sie die Hunde wohl überwinden konnten, war es der zufall der ihnen verdeutlichte, dass die Hunde sicher nicht angreifen wollten und mit jedem Schritt der Helden in Richtung des im Nebel liegenden Innenhofs, wichen die Tiere ihrerseits einen Schritt zurück.
Der Innenhof war nicht sehr groß und in der Mitte stand ein kunstvoller Brunnen. Ein Springbrunnen, welcher außer Funktion war und auf dessen steinernen Brunnenrand der Untote sass. Aus leeren Augenhöhlen seines blanken Schädels starrte er die Gruppe an und rührte sich kaum. Plötzlich war Narlig auch zur Stelle und mit fordernder, ja fast fanatischer Stimme befahl er der Gruppe nun endlich umzubringen und zu vernichten, was so lange in den Entwassern für Schrecken unter den Barden gesorgt hatte. Fast ängstlich wirkte er und verbarg sich hinter Tharion, als der Untote plötzlich aufstand und sein monströses Breitschwert aus der Scheide riss. Seine Schritte lenkte er in Tharions Richtung, der zunächst nur durch einen gezielten Schuss eines magischen Spruchangriffs für die Entwaffnung des Untoten sorgte.

Was hatte Narlig dort zu suchen und was für ein Spiel wurde gespielt? Trotz all der offenen Fragen attackierte die Gruppe zunächst den Untoten, denn dieser ging weiter in Tharions Richtung und streckte seine Hände nun aus, um sein Opfer an der Kehle zu packen und zu erwürgen. Doch meinte der untote Fürst wirklich Tharion? Nein, denn er wollte Narlig in die Finger bekommen und als die Gruppe begriff, dass sie dem Falschen geholfen hatten, waren auch schon Narligs Gildenbrüder vor Ort und begannen beschwörend zu singen. Im gleichen Moment stieß Narlig seinen Speer durch Tharions Rücken und durch den Leib des Istari. Nicht einmal, sondern mehrfach und Tharion sackte schwerst verletzt zusammen und sein Körper überantwortete er noch selbst dem Komaschlaf, denn sonst wäre er dort gestorben. Voller Wut packte nun aber der Untote den Bardenanführer und überantwortete ihn dem Tode. Doch der Barden magischer Gesang vertrieb den jungen Akar aus dem Schloss und beeinflusste Brendik, so dass sie nicht mehr fähig waren zu kämpfen. Danach machten sie den untoten Fürst nieder und dessen Gerippe ging krachend im Innenhof seiner Heimstatt nieder. Schlußendlich war es wieder die Magie der Barden, die auch noch Celissa in einen magischen Schlaf fallen ließ und als sie erwachte, war sie bedroht von Klingen und ihre Gefährten waren bereits gefesselt und geknebelt worden. Fast schon war die Situation als aussichtslos zu bezeichnen, als Celissa rücklings auf dem Pflaster liegend unter sich ein Portal in die Ebene der Chaosmaterie öffnete. Sie verschwand urplötzlich.

Doch genauso schnell wie sie in der Lage war auf diese Art und Weise zu verschwinden, war sie wieder da und sie war nicht alleine gekommen. Flankiert wurde sie von drei Chaosdämonen, welche sie sich unterworfen hatte und sie führte sie nun in die Schlacht gegen die verbleibenden Barden. Diesen Schrecken aus einer anderen Welt hatten die Barden nicht erwartet und die wenige Gegenwehr ging alsbald schon mit den zunehmenden Krallenangriffen der Dämonen zu Ende. Lediglich zwei der Barden konnten sich ergeben und so wendete sich das Schicksal schlußendlich doch zum Guten, auch wenn es dieses Mal wahrlich knapp gewesen war.

Doch was sollte nun aus dem Schloss werden und was verbargen die Mauern, dort tief im Sumpf gelegen, wirklich? Was sollten die Entwasser noch an „Schrecken“ aufbieten und welche Heldentaten sollten seitens unserer Gruppe noch vollbracht werden? Ihr erfahrt es, wenn ihr meinen schreibenden Künsten an dieser Stelle die Treue haltet.

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

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