Mittelerdes Pfade und Wege… 

 home
Too Cool for Internet Explorer

02. August 2007 – Tod dem Elb! Rettet den Elb!

Bloged in Berichte ab dem Jahre 1655 3. Zeitalter by admin Donnerstag August 9, 2007

Jetzt noch verottet das Untier was einst als Sumpfdrache betitelt wurde am Ufer eines Sees in den Entwassern und unsere Helden lassen es sich in der nahen Garnisionsstadt Iant Arnor gut gehen. Die Menschen begegnen Ihnen mit Freude, Achtung, Respekt und ganz viel Höflichkeit. Glücklicherwiese hatte der Wirt sie ob ihrer Heldentat umsonst wohnen lassen und verköstigt, doch als Celissa unterwegs war, um für die Weiterreise Proviant einzukaufen stockte ihr fast der Atem. Teuer ist das Reisen, wenn man auf langfristig unverderbliche Ware setzt und so langsam wurden alle Geldbeutel schmaler und vor allem leichter. Nicht zuletzt auch wegen dem lieben Gelde wurde die Abreise alsbald beschlossen und auch wegen der widrigen Gegend in der letzten Zeit, sehnten sich jetzt alle nach schönerer Umgebung und wahrlich angenehmerer Natur. Ithilien lag nahe und noch aus vergangenen und ruhmreichen Tagen existierte im Süden von „Gondors Garten“ ein Lehen, welches wiederum Celissa gehörte und welches jährlich einen kleinen Gewinn erwirtschaftete. Diesen wollte man sich abholen und vielleicht die Annehmlichkeiten auf dem Gut für einige Tage genießen. Doch es sollte anders kommen…

Während man auf dem Weg in Richtung Anduín das Land Anorien durchquerte, wechselte man sich mit den Erkundungsritten immer wieder ab. Zwei Tage langsamer Reise waren vergangen als zum Einbruch der Nacht Escalon noch nicht wieder zurück war. Auch keine Nachricht und schon gar kein gesicherter Schlafplatz für die Nacht. Noch während die Gruppe unruhig mit der Sonne im Rücken gen Osten weiter ritt, erschien in gut hundert Meter Entfernung auf einem Hügel eine vermummte Gestalt. Sie stand regungslos im Abendwind und ein Schwert blitzte drohend im goldenen Licht der untergehenden Sonne. Doch vielmehr war es Escalon , der zusammen gesunken vor diesem Krieger kniete. Tharion rief ihn an, doch er antwortete nicht. Blieb einfach nur stehen. Rührte sich nicht.

Plötzlich löste sich aus dem Schatten eine Gestalt. Akar fuhr zusammen, schaute er doch das erste Mal in ein dunkelelbisches Gesicht und es lief ihm eisig den Rücken herunter. Rizzens Bruder Myrmidion hatte die Gruppe aufgesucht und hielt man ihn doch eigentlich für einen Verbündeten, wurde diese Hoffnung zerstört, weil er sich mit weiterer Verstärkung der Gruppe in den Weg stellte. Es waren alte Feinde, welche einst von der Gruppe in dieser oder jener Zeit aus dem Verkehr gezogen wurde. Ebarthon, eine Spionin aus Hard, Lomelinde, eine Agentin von Dol Goldur, Joraal, ein Schatten aus dem Clan der Meuchelmörder von Gontran und nicht zuletzt der dunkle Magier Morlammen, der Führer eines dunklen Kultes. Einst unterlegen wollten sie nun scheinbar in Rizzens Namen ihre einstige Niederlage rächen.

Der Kampf verlief kurz und wenig erfolgreich für die dunklen Gestalten. Lediglich Joraal entkam mit dem Elben als Geisel. Akars Axt setzte Ebarthon zu, doch auch sie war schnell und nicht ungefährlich ihm im Kampf gegenüber. Lomelinde und Celissa hingegen tasteten sich mehr ab, platzierten Attacke und Parade voller Präzision und Gewalt, doch einen Sieger sollte es nicht geben. Morlammen unterlag gleich zu Beginn der Magie des Istari Tharion und er war es auch, der durch Magie Verwirrung stiftete, die sogar so weit ging, dass er jenen dunklen Feinden von einst das Gedächnis nahm und ihrem Lebensweg eine neue Wendung gab. Einst Feinde, war es nun die Magie von Tharion gewesen, die ihnen all die dunklen Gedanken raubte und sie mit neuer Zuversicht und als Verbündete wieder erstarken ließ. Man gab ihnen Pferde und schickte sie nach Feuerstadt, in die Dienste und unter die Aufsicht von Brendik.

Schnell nun widmete man sich Myrmidion, der nicht gegen die Gruppe gekämpft hatte und sich fein heraus gehalten hatte. Im Zwiespalt zwischen den Todesdrohungen der Gruppe und dem, was sein Bruder ihm für einen Tod beschehren würde, entschloss er sich der Gruppe zumindest einen richtungsweisenden Hinweis zu geben. Am Ende eines gefährlichen Weg würde, wenn es so verlief, wie es sollte, Rizzen warten und dieses Mal würde es zum Kampf von Gut und Böse kommen. Myrmidion war ein Verräter und doch, man benötigte seine Hinweise und seine Führung, denn nur er konnte sich Rizzen nähern, ohne zunächst Gefahr zu laufen als Spion entdeckt und enttarnt zu werden.

Myrmidions Worte führte die Gruppe zunächst nach Ened-sir-eryn, einem Örtchen im nördlichen Ithlilien. Dort sollte Rizzen durchgekommen sein und dort soll es eine Spur geben. Rizzens Spur blieb aber zunächst zweitranging, war doch der Meuchelmörder Joraal mit Escalon entkommen.

In Ened-sir-eryn quartierte man sich ein, erkundigte sich nach den Neuigkeiten und ohne viel Umstände geriet man an den Schneiderssohn, einem jungen Mann, der Geister auf dem Anduín gesehen haben wollte. Nach genauer Beschreibung stand für alle fest, das dies die Spur war, nach der sie gesucht hatten. Noch am selben Abend, während der herauf ziehenden Dämmerung suchte man das Ufer und die Auen nach Escalon oder Spuren von Rizzen ab. Nach stundenlanger Suche in feuchten Wiesen und bewaldetem Gebiet fand man eine kleine Hütte. Noch während des Anschleichens wurde Tharions Schulter von einem präzise geschossenen Pfeil verwundet. Der Schütze war zwar taktisch gut in Stellung gegangen, doch Celissas Künste versetzen sie in die Lage ihn hinterrücks zu stellen.

Doch auch der Schütze war nicht allein. Joraal hatte sich mit Escalon zu ihm zurück gezogen und der Schütze war es auch, den der junge Schneiderssohn als Geist gesehen haben wollte. Als Kurier setzte er die Diener des dunklen Herrn an dieser Stelle über den Anduín. Magisch getarnt und gut ausgebildet. Doch neben Raenar, dem Schützen und Joraal Schattenschwert war ein dritter Mann dort. Ein Magier, ein fanatischer Anhänger des dunklen Lords und bereit in den Tod zu gehen, wenn es sein musste.

In einer ausgeglichenen Situation standen sich nun die Gruppe und die Diener des dunklen Lords gegenüber. Man einigte sich auf einen Abzug der Diener Saurons und im Gegenzug sollten sie den zwischenzeitlich eingesperrten Escalon mit einem Schlüssel befreien können, der über ihren Köpfen mit einem gezielten Schuss eines Armbrustbolzen an einen Baum genagelt wurde. Noch wähnten sich die dunklen Gesellen des sicheren Abzugs gewiss, doch die Illusionskräfte Tharions hatten seinen waren Aufenthaltsort verborgen und plötzlich war er da und sprach Worte der Macht gegen Joraal, den Magier und Raenar zugleich. Der Magier erstarrte in Todespein und brach zusammen, Joraal schlief wie ein müdes Kind umgehend ein und Raenar blieb verwirrt stehen. Dieses Mal, gab es keine Gnade, denn Joraal sollte für die Dreistigkeit bezahlen, Escalon entführt zu haben und Raenar entlockte man alle Geheimnisse, bevor auch er dem Tode durch einen bittersüßen Kehlenschnitt übergeben wurde.

Im Haus von Raenar war nicht viel zu finden. Lediglich Escalon lag schwerst betäubt auf einem harten Küchentisch und in einem Schreibtisch war es ein Buch, dessen Akar habhaft werden konnte. Alle Namen und Tage hatte Raenar genau verzeichnet und wann er wen wie über den Anduín gesetzt hatte. Der letzte Eintrag war zwei Tage her. Es war ein in Blut geschriebenes „R“!

In Demut… euer Berichterstatter und Geschichtenschreiber

Mahír der Rote

Kommentare »

  1. Ihr seit ja nun wahrlich nicht zimperlich. Eure Feinde müssen Euch schon sehr zugesetzt haben.
    Mahir, Du bist ein guter Chronist. Es macht Spaß deinen Berichten zu folgen.

    Beste Grüße

    Torshavn

    Trackback by Torshavn 6. September 2007 6:26

Leave a comment

You must be logged in to post a comment.

Powered by Wordpress, theme by Dimension 2k