Über Chieron, den Zentaur aus dem fernen Osten...


Man kann stundenlang über Zentaur reden und man würde immer wieder eine interessante Geschichte, oder Sage über diese gleichermaßen unbeherrschten, wie eleganten Wesen finden. Halb Pferd und halb Mensch ist schon eine seltene Verbindung und auch, wenn eben diese Wesen bisher auf Mittelerde nicht wirklich großen Einfluss auf das Geschehen der Dinge genommen haben, so existieren sie doch schon lange. Auch nennt man sie die Kinder Oromes und noch in den Anfängen der Welt waren sie in seinem Gefolge die Edelsten. Stolze und wilde Krieger oder gelehrt, wissend und weise. Chieron selber mag weder ein wilder Krieger sein, noch würde er sich selbst als Gelehrten bezeichnen. Ein bisschen von beiden hatte er sich stets als Ziel gesteckt und schnell war klar, daß die so strukturierte Welt der Zentaur und auch die Lebensweise seiner Artgenossen nicht ganz seinem Weg entsprachen. Etwas von der Welt wollte er sehen und etwas von ihr lernen. Aus diesem Grund zog er aus und wandte seine Schritte gen Westen, in die Welt in der Schatten und Dunkelheit Grausames planen und er musste feststellen, daß der ferne Osten aus dem er gekommen war viel verpasst hatte und viel war auch an seinem Volk vorüber gegangen, ungesehen und unbemerkt. Nach den vielen Wochen der Reise und auch nach den vielen meist ungläubigen Blicken der Menschen, hatte er sch schnell an seine Rolle als Sonderling gewöhnt und seine teils weltmännische, teils harsche und teils naive Art und Weise mit den Dingen umzugehen musste es wohl gewesen sein, die ihn so schnell und unbehelligt hat voran kommen lassen. Chierons familiäre Bindung war nie besonders stark und somit vermisst der bis vor kurzem noch notorische Einzelgänger seine Heimat nur aufgrund der Tatsache, daß es eben seine Heimat ist. Mehr hält ihn nicht und umso mehr mag in ihm eine neue Kraft entstanden sein, seit er in Bree jene Menschen traf, die schon bald zu seinen Waffenbrüdern und –schwestern gehören sollten.

Viele Male mag er noch der erste und einzige seiner Art an einem Ort sein, aber da er sich selbst für ebenso wichtig oder unwichtig erachtet, wie jedes andere Geschöpf auf Mittelerde, wird schon bald so manch einer über den „Menschen mit Pferdeleib“ zu reden wissen. Sein Weg und der Weg seiner Kameraden wurde von einem eifrigen und mutigen Hobbit namens Bernulf „Schreiberling“ Bolger von Anfang an aufgezeichnet und kann hier nachgelesen werden...