Über Sidhion, den Elben-magier aus dem ewigen Eis

Man mag die Existenz jener hoch im Norden lebenden Elben stets angezweifelt haben, aber selbst in der lebensfeindlichsten Gegend, wenn wir Mordor mal ausklammern, gibt es jene Elben, deren Überfahrt nach Aman nicht gelingen wollte und welche die Eisstürme Morgoths zwar überlebten, aber dorthin verschlugen, wo wahrlich nur ganz selten Leben zu finden ist. Doch warum sollte es nach Imladris und Lorién, sowie dem Waldlandreich und anderen geheimen Elbensiedlungen nicht noch ein weiteres Elbenreich auf Arda geben? Viele Elben waren nach dem letzten Bündniss übers Meer gegangen, aber erneut sollte es Avari (S.: Widerstrebende) geben und die Silberelben des hohen Nordens, die man auch Eiselben oder sogar Geisterelben nennt, gehörten dazu. Schon bald drohte aber diesem nördlichen Reich der Verlust der Bindung zu der Welt der Menschen und zum Rest von Westernis und sowieso zu den neuen Reichen im Osten. Mit dem Wunsch nicht ganz in der Welt des ewigen Eises zu verschwinden und ebenso mit dem Wunsch nach dem Wissen um den Verbleib der anderen Elbenvölker, zogen immer wieder Silberelben in die Welt hinaus, gen Süden und berichteten später, was sie gesehen und erlebt hatten. Unter ihnen war auch Sidhion, ein Magier mit großem Talent, aber noch mehr Willen und einer eisigen Ausstrahlung. Im Gegensatz zu vielen anderen Elben ging ihm das Wohl anderer nicht unbedingt vor das Eigene. Furchtlos war und ist er, das kann und sollte man sagen, denn sein Handeln steht dem eines voll gepanzerten Krieger oft in nichts nach. Seine magische Macht wuchs stetig und scheinbar gibt es keine Grenze für diese Macht. Seiner Herkunft ist er sich bewusst und das Andenken der Elben ihm heilig. Seine bisweilen abwertende Art und seine aufblitzende Arroganz zeugt mehr von Selbstbewusstsein, als von Dummheit und sein Wissen um die Welt und die Magie macht ihn auch bei seinen neuen Freunden zumindest zu einem wertvollen Partner.

Ob seine elbischen Wurzeln ihn irgendwann einmal als mächtigen Mann zurückkehren lassen, er seine Bestimmung ganz anders erfüllt, oder seine Macht ihm irgendwann sein Grabesdenkmal sein wird ist an dieser Stelle mehr als ungewiss. Sidhion wandelt auf einem schmalen und nicht ungefährlichen Grad. Sein Weg und der Weg seiner Kameraden wurde von einem eifrigen und mutigen Hobbit namens Bernulf „Schreiberling“ Bolger von Anfang an aufgezeichnet und kann hier nachgelesen werden...